photo by Michael Steltzhammer

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Norbert Brunner (1969 Hohenems, Vorarlberg) ist ein weltweit anerkannter Objekt- und Installationskünstler mit regelmäßigen Solo-Ausstellungen in New York und Projekten und Auftragsarbeiten, von 1995-2005, in Japan (wie z.B: Isaac, Kyoto, Nagoya und Kobe). In den letzten Jahren wurde er immer mehr in internationale Sammlungen und Museen aufgenommen. Im Jahr 2013 stattete er den Guerlain-Flagship-Store in Paris mit einer 6-m-Installation seiner „Augenobjekte“ aus.

Fotos ausdrucksstarker Augen werden in verschiedenen Ebenen in Punkte aufgelöst. Dadurch ergibt sich ein vielschichtiges Bild, das sich bei seitlicher Betrachtungsweise in eine diffuse Punktwolke auflöst. Nach Aufenthalten u.a. in Japan, China und den USA hat Norbert Brunner seinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt wieder nach Wien verlegt. Viele Arbeiten entstehen jedoch nach wie vor in seinem New Yorker Atelier.

Erstmals stellt er nun seit langer Zeit wieder in Wien aus und ist exklusiv in der bäckerstrasse4 mit aktuellen Arbeiten vertreten.

Norbert Brunner hat in den letzten Jahren eine spezifische und singuläre Formensprache in der Objektkunst entwickelt, in der die Reflexion des Betrachters eine besondere Rolle spielt und zum wesentlichen Teil der Gesamtinstallation wird. „Eine Vermittlung der Realität, die eigene Vorstellungen, Vorurteile, Hoffnungen und Erfahrungen stets miteinschließt“ so der Künstler. Seine Arbeiten sind geprägt von einem philosophischen Ansatz der jedoch auf sympathisch humorvolle Weise vermittelt wird und dennoch den Betrachter unmittelbar und unmissverständlich anspricht und auffordert nachzudenken. Im Rahmen integrierte LED Lampen beleuchten die Texte aus Swarovski Kristallen, die so noch stärker präsent sind und in den Raum ausgreifen. Das Bild selbst entwickelt sich aus mehreren Schichten Plexiglas, auf die jeweils Pixel des Bildes aufgetragen werden. Erst im Zusammenspiel aller Ebenen erschließt sich der Inhalt, der sich je nach Standpunkt des Betrachters ändern kann. Auf diese Weise wird dieser unmittelbar in das Geschehen bzw. in den Raum eingebunden. Die Materialien seiner Arbeiten sind vielfältig: Glas, Spiegel, Swarovski Kristalle, Plexiglas, Fotografie, Druck bis hin zur Malerei. Um seine Spiegelobjekte in der notwendigen Präzision zu erarbeiten, entwickelte er gemeinsam mit Michael Schultes einen staubfreien, mobilen Raum.
Norbert Brunner benützt die Parameter von Zeit und Raum als Resonanzkörper für den Betrachter sowie Sätze oder Wörter aus dem täglichen Leben. In dem der Betrachter sich in den Spiegelobjekten selbst sieht, zugleich mit einem Satz oder einem Wort, das einer allgemeinen gesellschaftlichen Kodierung entspricht, evoziert er eine Handlung, Selbstreflexion, überlagert von visuellen Botschaften der jeweils eigenen Wahrnehmung. Letztlich wird der Satz nur lesbar wenn man direkt vor dem Kunstwerk steht – dann wird man belohnt u.a. mit Botschaften wie: you are dynamic, was uns jedoch zugleich auffordert unsere eigene Interpretation des Kunstwerkes zu formulieren. „Ich nütze die optische Wahrnehmung als eine Metapher,“ so Norbert Brunner „und übersetze sie in andere Bereiche, denn ich bin überzeugt, dass alles was man gesehen, erlebt hat, alle Formen der Kunst, Kultur und Politik relativ und mit der eigenen Sichtweise des Betrachters verbunden sind.“ Die Konfrontation mit den Kunstwerken von Norbert Brunner ist jedoch immer positiv: „Man soll gestärkt und energiegeladen aus dieser Begegnung weggehen. „Ich möchte eine Brücke bauen zwischen der Kunstwelt und den Menschen auf der Straße. Meine Werkzeuge sind die Auseinandersetzung mit Kommunikation im Allgemeinen und den vielen Ebenen der Begegnung und Verbindung zwischen den Menschen im Besonderen.“ via PARNASS Kunstmagazin


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